treffpunkt: matthias claudius - claudius und wandsbe(c)k

Das Wappen von Wandsbek zeigt auch heute noch den Hut, die Tasche und den Wanderstab des Wandsbe(c)ker Bot(h)en.
Das Wappen von Wandsbek zeigt auch heute noch den Hut, die Tasche und den Wanderstab des Wandsbe(c)ker Bot(h)en.

Samstag, 22.  August 2026 um 15.00 Uhr

„[…] lieber in Wandsbeck bei Brot und Wasser gesund als hier bei
Rheinwein 
krank zu sein […].“

 

Referent und Moderation: Jürgen Wehrs (stellv. Vorsitzender der Claudius-Gesellschaft e. V.)

im KUlTORHAUS am Eichtalpark in Hamburg-Wandsbek (Ahrensburger Straße 14, 22041 Hamburg, Bus 9, Station Eichtalstraße) / Der Eintritt ist frei - über eine Spende freut sich unser Kooperationspartner DAS KULTORHAUS!

 

„[…] lieber in Wandsbeck bei Brot und Wasser gesund als hier bei Rheinwein krank zu sein […].“ So schreibt Claudius an seinen Freund Gottlob Friedrich Schönborn im April 1777, bevor er mit Frau und zwei kleinen Kindern nach einer kurzen erfolglosen beruflichen Episode in Darmstadt nach Wandsbek, seinem Sehnsuchtsort zurückkehrte. Matthias Claudius und Wandsbek stehen in einem ungewöhnlich engen Zusammenhang. Noch heute benutzt man für den Dichter gern die Bezeichnung „Wandsbeker Bote“. Sie geht auf den Titel der gleichnamigen Tageszeitung zurück, die Claudius ab 1771 redigiert hat. Auch wenn die Zeitung kaum mehr als eine Auflage von 400 Exemplaren erreichte und schon nach vier Jahren wieder eingestellt wurde, weil sie sich wirtschaftlich nicht rentierte, trug sie diesen Namen in die Literaturgeschichte. In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung Wandsbek für den Dichter hatte und welche Spuren sich von diesem Ort in seiner Dichtung finden lassen.

2025 - Ausstellung und symposium

Symposium: Matthias Claudius: Poetik – Netzwerk – Einfluss (Rostock)

Matthias Claudius, Lithographie von Otto Speckter, um 1840, nach dem Ölgemälde von Friederike Leisching (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)
Matthias Claudius, Lithographie von Otto Speckter, um 1840, nach dem Ölgemälde von Friederike Leisching (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)

Vom 12.–14. September 2025 richtete die Claudius-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit der Universität Rostock eine von der ALG geförderte Tagung zu Matthias Claudius aus. Tagungsort war das Institut für Germanistik der Universität Rostock.

 

Nach wie vor ist der Wandsbeker Bote aktuell, nicht nur als Mahner zu mitmenschlichem Handeln, so wird das Kriegslied gerade in diesen Zeiten immer wieder zitiert. Claudius’ innovative Poetik verdient eine eingehendere Betrachtung. Sein vielbeschworener „naiv-launigter“ Ton (Claudius an Herder) camoufliert eine oftmals raffinierte Textarchitektur.

Die Tagung verstand sich als Neupositionierung dieses wichtigen Autors in der Forschung, dabei bietet das vielfältige Werk von Matthias Claudius interdisziplinäre Anknüpfungspunkte. Die Bedeutung von Claudius in seiner Zeit muss weiter erschlossen und in der Forschung ausreichend gewürdigt werden, denn immer noch hat er den Ruf des beschaulich-naiven Dichters, der laut Eindruck Wilhelm von Humboldts eine „völlige Null“ gewesen sei. Freundschaften mit Klopstock, Herder, Jacobi, Voß, Gerstenberg oder Gleim, deren Werke er besprach und mit denen er in teilweise regem Briefverkehr stand, bezeugen das Gegenteil der Humboldt’schen Einschätzung. Claudius steht nicht am Rande, er steht mitten im literarischen Feld seiner Zeit.

   Die Vorträge beschäftigten sich mit Aspekten des Gesamtwerkes, lieferten aber auch Interpretationen einzelner Texte. Ferner waren Beiträge zu Matthias Claudius im literarischen Feld seiner Zeit wie auch zum Claudius-Bild anderer Literaten zu hören. Referate zu Spuren von Matthias Claudius in der Literatur und Öffentlichkeit des 20. und 21. Jahrhunderts hatten das thematische Spektrum der Tagung erweitert. Die Vorträge waren auf drei Sektionen, die dem Symposium auch seinen Titel gaben, aufgeteilt: Poetik, Netzwerk und Einfluss.

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Gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten
aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Treffpunkt: Matthias claudius - "Hamburg  liest  die  elbe"

Karte der Elbmündung um 1721 von Samuel Gottlieb Zimmermann und  Otto Hasenbanck (Ursprung unbekannt, gemeinfrei)
Karte der Elbmündung um 1721 von Samuel Gottlieb Zimmermann und Otto Hasenbanck (Ursprung unbekannt, gemeinfrei)

Samstag, 31. Mai 2025 um 15.00 Uhr

Die Elbe – Grenzlinie und Transportweg, Naturgewalten und Erinnerungen von Dresden bis Cuxhaven“ 

im KUlTORHAUS am Eichtalpark in Hamburg-Wandsbek (Ahrensburger Straße 14, 22041 Hamburg, Bus 9, Station Eichtalstraße) 

Ein literarischer Vortrag durch die Jahrhunderte mit Texten und Gedichten von Barthold Heinrich Brockes, Matthias Claudius, Friedrich von Hagedorn, Heinrich Heine, Wolfgang Borchert, Hans Erich Nossack, Ulla Hahn u. v. a.  

Vortrag/Moderation: Erle Bessert M.A. (Vorsitzende der Claudius-Gesellschaft e. V.) / Musikalische Begleitung: Andreas Werling (Gitarre/Gesang)

 Nach „Hamburg liest Borchert“ und „Hamburg liest verbrannte Literatur“ fand 2025 das Festival „Hamburg liest die Elbe“ statt, an der auch erstmals die Claudius-Gesellschaft teilnahm. Matthias Claudius, wenngleich nicht in Hamburg oder gar an der Elbe, sondern in Reinfeld heute Schleswig-Holstein geboren, lebte die meiste Zeit seines Lebens in Wandsbek, zu jener Zeit noch ein kleines Dorf vor den Toren Hamburgs. Hier wird er zu Beginn des Jahres 1771 Redakteur bei der neuen Zeitung „Der Wandsbecker Bothe“.  

Claudius sammelte dabei die Berichte von Korrespondenten ein und bearbeitete sie redaktionell. Und es gibt eine vierte Seite zumeist unter der Rubrik „Gelehrte Sachen“, was heute dem Feuilleton entspricht. Dafür wirbt Claudius auch direkt Texte bei prominenten Schriftstellerkollegen ein, wie u. a. von Johann Wolfgang von Goethe, um hier nur den Bekanntesten zu nennen. Doch der Wandsbecker Bothe (zu jener Zeit noch mit "ck" und "th" geschrieben) ist nicht nur eine Zeitung, er wird zu Claudius Marken-zeichen: „Im Botendienst findet er seine Berufung“.

Zwar hat Claudius die Elbe nur sehr selten erwähnt und sie selbst literarisch nicht verarbeitet, doch hatten wir - hoffentlich - ganz im Sinne des Wandsbeker Boten für diesen Nachmittag Texte anderer Schriftsteller/innen redaktionell ausgesucht und zu einem kleinen literarischen Streifzug an der Elbe entlang und durch die Jahrhunderte zusammenfügt. 

Zu Wort kamen u. a. Barockdichter wie Paul Fleming (1609-1640), einer der bedeutendsten Lyriker seiner Zeit, der heute kaum noch bekannte jung verstorbene Schriftsteller Carl Theodor Körner (1791-1813), der Däne Hans Christian Andersen (1805-1875), der Franzose Alexandre Dumas d. Ältere (1802-1870), der "Goethe-Sekretär" Johann Peter Eckermann (1792-1854) als auch die in Hamburg lebende Schriftstellerin Ulla Hahn sowie der Liedermacher Wolf Biermann.

 In Kooperation mit den Freunden des Eichtalparks e. V., Hamburg-Wandsbek
Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des Festivals

Karte der Elbmündung um 1721 von Samuel Gottlieb Zimmermann und Otto Hasenbanck (Ursprung unbekannt, gemeinfrei)

Ausstellung  im  wandsbeker  quarree

Caroline Perthes (geb. Claudius, 1774-1821), Brustbild um 1806, Öl auf Karton von Friederike Leisching (Privatbesitz)
Caroline Perthes (geb. Claudius, 1774-1821), Brustbild um 1806, Öl auf Karton von Friederike Leisching (Privatbesitz)

Claudius-Schätze – nach 250 Jahren wieder in Wandsbek!

Eine Ausstellung zu Matthias Claudius und seinen Werken im 
QUARREE Hamburg-Wandsbek

Die Eröffnung war am Donnerstag, 20. März 2025 um 15.00 Uhr. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Mai 2025 täglich während der Öffnungszeiten des QUARREE (im Untergeschoss Q2) zu sehen.

 Vor 250 Jahren (1771-1775) war Matthias Claudius Redakteur der Zeitung Der Wandsbecker Bothe (zu jener Zeit noch mit „ck“ geschrieben) und machte damit den kleinen Ort Wandsbek zum „berühmtesten Marktflecken Deutschlands“.

Jetzt sind die Schätze wieder zurück! Neben einer informativen Tafelausstellung zum Leben und Werk des Wandsbeker Boten sind Originalausgaben u. a. des achtteiligen ASMUS omnia sua secum portans (erschienen von 1774-1812) und Ausgaben anderer Werke des Dichters, der mit dem „Abendlied“ (Der Mond ist aufgegangen) das bekannteste deutsche Volkslied schuf, zu sehen.

   Dank der finanziellen Unterstützung des Bezirkssamts Wandsbek konnte die Claudius-Gesellschaft e. V. vor Kurzem insgesamt 18 antiquarische Bücher und zwei Autographe erwerben. Eine Auswahl davon werden erstmals im Rahmen einer Ausstellung zum 285. Geburtstag und 210. Todestag von Matthias Claudius im Wandsbeker Einkaufszentrum QUARREE den interessierten Besuchern präsentiert. Zu sehen ist u. a. auch ein bislang in Privatbesitz befindliches Ölbild der Hamburger Künstlerin Friederike Leisching (1767-1846), die zahlreiche Porträts der Familie Claudius schuf. Es stammt aus dem Jahr 1806 und zeigt die Tochter Caroline (1774-1821), die mit dem Buchhändler und Verleger Friedrich Perthes (1772-1843) verheiratet war. Perthes gilt als eine der markantesten Verlegerpersönlichkeiten der Goethe-Zeit.

Zudem hielt am Dienstag, 8. April 2025 (16.00 Uhr) RA Michael Pommerening, der die Ausstellung initiiert und zusammengestellt hat, einen Vortrag mit dem Titel "Claudius – viel mehr als das Abendlied" vor der Ausstellungsfläche. 

 

 

Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg - Bezirksamt Wandsbek

Treffpunkt: Matthias  Claudius

Offener Gesprächskreis in Hamburg-Wandsbek am

Dienstag, 29. April 2025 um 19.00 Uhr

im Gemeindehaus der Christuskirche Wandsbek (Schlossstr. 78, 22041 Hamburg) Der Eintritt ist frei. Über eine Getränkespende freuen wir uns.

Referent: Jürgen Wehrs (Stellv. Vorsitzender der Claudius-Gesellschaft e. V.)

 

„‘Ich hab da’ n Büchel geschrieben‘ – Matthias Claudius und seine sämtlichen Werke“

Schon im Alter von 35 Jahren begann Matthias Claudius, in Wandsbek seine „sämtlichen Werke“ herauszugeben. Er tat das auf eigene Initiative und auf eigenes Risiko und zunächst ohne einen Verlag. Der Versuch gelang, und es folgten im Laufe des dichterischen Lebens noch sechs weitere Bände dieser sämtlichen Werke, die er unter dem Namen seines Alter Egos „Asmus“ herausgab, mit dem er sich inzwischen als „Wandsbecker Bothe“ einen Namen gemacht hatte. Insgesamt wurden daraus acht Teile in sieben Bänden.

 

Die Claudius-Gesellschaft konnte jetzt diese sämtlichen Werke in ihren Erstauflagen aus dem 18. und beginnenden 19. Jahrhundert für ihr Archiv, das derzeit einen Bestand von ca. 1.800 Büchern hat, mit der Unterstützung durch Sondermittel des Bezirksamtes Wandsbek erwerben. Damit ist ein besonderer Schatz der Literaturgeschichte nach Wandsbek zurückgekehrt.

 

Der „Treffpunkt: Matthias Claudius“ möchte diese Erwerbung der Öffentlichkeit vorstellen. Dabei wird Jürgen Wehrs, stellvertretender Vorsitzender der Claudius-Gesellschaft, über die verlegerischen Aktivitäten und Erfahrungen des Wandsbeker Dichters referieren.

Treffpunkt:  Matthias  Claudius

2020 - 50 Jahre Claudius-gesellschaft e.v.

Im Februar 2020 hatte die Claudius-Gesellschaft e.V. erstmals zu einem offenen literarischen Gesprächskreis eingeladen. Die Idee war und ist, in regelmäßigen Treffen Texte von Matthias Claudius (1740-1815), der als „Wandsbeker Bote“ zu den bedeutenden Schriftstellern unserer literarischen Tradition zählt, zu besprechen und sie zu ihrem kultur-geschichtlichen Umfeld, aber auch zu Themen und Texten der Gegenwart in Beziehung zu setzen. Die Gesprächsrunden werden jeweils mit einem kurzen impulsgebenden Einführungsvortrag von ca. 20-30 Minuten eröffnet, an den sich ein Gedankenaustausch in zwangloser Atmosphäre anschließt. Da die Claudius-Gesellschaft nicht über eigenen Veranstaltungsraum verfügt, werden wir zu Gast bei anderen Wandsbeker Institutionen sein.

Für Getränke ist jeweils gesorgt, der Eintritt ist stets frei. 

Illustration von Ludwig Richter (1856)
Illustration von Ludwig Richter (1856)

Das erste Treffen – die Auftaktveranstaltung – war dem „Abendlied“ von Matthias Claudius gewidmet und fand am Dienstag, 11. Februar 2020 (19.00 Uhr) im kleinen Gemeindesaal der Christus-Kirche in Hamburg-Wandsbek statt, an dem Ort, an dem auch vor 50 Jahren (18. März 1970) die Gründungsversammlung der nun mehr überregionalen agierenden literarischen Gesellschaft erfolgte.

   Viele kennen es, nur die wenigsten verbinden das „Abendlied“ (Der Mond ist aufgegangen / Die goldnen Sternlein prangen / Am Himmel hell und klar) mit dem Namen Claudius, obgleich es mit einem der bekanntesten Gedichtanfänge der deutschsprachigen Lyrik beginnt und beim Lesen sofort eine Melodie wachruft, die vielen seit ihrer Kindheit vertraut ist. Heute noch ist das "Abendlied" vor allem in der Vertonung von Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800), von dem ebenfalls das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“ stammt, geläufig. Mit der Melodie von Schulz erhielt das „Abendlied“ einen festen Platz im deutschen Liedrepertoire. Insgesamt gibt es jedoch mehr als 70 Vertonungen.

   Die letzten zwei Jahrhunderte hindurch hat das Lied, das als Gedicht geschrieben und zugleich als Lied angelegt war, seine Stellung als beliebtestes christliches Volkslied behauptet. Doch was hat dieses Lied unter den anderen nicht unbedeutenden Abendliedern so besonders gemacht und es sogar an die Spitze der Volkslieder gehoben? Wie hat es sich nach anfänglicher Kritik an Form und Inhalt dann doch in seiner ursprünglichen Gestalt durchsetzen und auch anderen Künstlern Inspirationsquelle sein können? Um diese und andere Aspekte handelte das zum gemeinsamen Gespräch anregende Referat von Jürgen Wehrs mit dem Titel „Unverwüstlich: Das Abendlied von Matthias Claudius“.   

Bedingt durch die weltweite Corona-Pandemie fand der 2. Treffpunkt erst im Juni 2022 statt.

"ICH  HAB  DA´N  BÜCHEL  GESCHRIEBEN ..."

Zum 80. Geburtstag unseres Ehrenvorsitzenden Herrn Dr. Reinhard Görisch ist im Spätsommer 2021 eine Sonderausgabe der Jahresschriften der Claudius-Gesellschaft  im Verlag Stamp Media erschienen. Im Auftrag der Claudius-Gesellschaft haben die Herausgeber Prof. Dr. Lutz Hagestedt und Dr. Stephan Lesker zusammen mit dem Jubilar "Beiträge zu Matthias Claudius und andere ´gelehrte Sachen´" ausgewählt. Wie die Jahresschriften ist auch die Sonderausgabe im Buchhandel erhältlich.

Geschenk  der  Bücherhalle  Wandsbek

Lange haben 31 Bücher von und über Matthias Claudius einen Dornröschenschlaf in der Bücherhalle Wandsbek (in Hamburg) gehalten. Die Bände seinerzeit gestiftet von Nachfahren der Familie Claudius stammen zum Teil sogar aus dem Jahre 1797.

Die bücherhalleneigenen Bände führten bislang ein Nischendasein in dem für das Publikum nicht zugänglichen Regalen der Bücherhalle und stehen nun im Claudius-Archiv wieder für Forschungszwecke zur Verfügung.

Lithographie  von  armin  mueller-stahl

Matthias Claudius gezeichnet von Armin Mueller-Stahl, 2015 (Foto: Klaus Karstedt)
Matthias Claudius gezeichnet von Armin Mueller-Stahl, 2015 (Foto: Klaus Karstedt)

Anlässlich des Doppeljubiläums (275. Geburtstag / 200. Todestag) schuf der Künstler Armin Mueller-Stahl 2015 eine Porträtzeichnung von Matthias Claudius, von der eine Lithographie (Auflage 80, Preis € 280,00) erstellt wurde.  Unsere Mitglieder konnten die Lithographie zu einem Vorzugspreis von € 240,00 käuflich erwerben. Weitere Informationen zu den Arbeiten von Armin Mueller-Stahl finden Sie beim Kunsthaus Lübeck.

Helle  reine  Kieselsteine

Gedichte und Prosa von Matthias Claudius mit Interpretationen
Hrsg. von Reinhard Görisch in Verbindung mit der Claudius-Gesellschaft, erschienen im Husum Verlag, 2015, 277 Seiten, geb. Format 13 x 20,5 cm, € 17,95 (ISBN 978-3-89876-797-2)
  
In das Jahr 2015 fiel nicht nur der 200. Todestag, sondern auch der 275. Geburtstag des holsteinischen Dichters und Schriftstellers Matthias Claudius (1740–1815). Anlässlich dieses Doppeljubiläums entstand in Verbindung mit der Claudius-Gesellschaft ein Band, der Erläuterungen zu ausgewählten Texten Claudius’ enthält. Mit insgesamt 15 Gedichten neben fünf Prosatexten wurde der Schwerpunkt deutlich auf das lyrische Schaffen gelegt, wobei neben bekannten Texten auch weniger bekannte einbezogen wurden. So finden sich neben „Abendlied“ oder „Die Sternseherin Lise“ auch der Brief „An meinen Sohn Johannes, 1799“ oder „Über das Gebet“. Interpretationen zu den verschiedenen Texten stammen u. a. von Thomas Baumann, Klaus Goebel, Friederike Felicitas Günther, Lutz Hagestedt und Tanja Schurkus.
   Der Herausgeber Dr. Reinhard Görisch veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu Matthias Claudius und seiner Zeit, so u. a. „Matthias Claudius oder Leben als Hauptberuf“ (Marburg 2014). Seit 1990 war er Mitglied des Vorstands der Claudius-Gesellschaft, deren Vorsitzender er von 2006 bis 2014 war. Von 1992-2016 wirkte er zudem als Herausgeber der „Jahresschriften der Claudius-Gesellschaft“.