Von  der  Biographie  zum  roman

eine  rose  für  die  dichter

Michael Pommerening, Erle Bessert, Richard Hölck (v.l.n.r)
Michael Pommerening, Erle Bessert, Richard Hölck (v.l.n.r)
Erstmals hat sich die Claudius-Gesellschaft an der Aktion "Eine Rose für die Dichter", die der überregional agierende Verein Literaturlandschaften seit 1998 pflegt, beteiligt.
Bei strahlendem Sonnenschein sind am Sonnabend, 4. Juni 2016 um Punkt 14 Uhr ca. 25 Interessierte am Grab von Matthias Claudius und seiner Frau Rebecca auf dem Historischen Friedhof in Hamburg-Wandsbek (direkt neben der Christus Kirche) zusammengekommen, um zum Gedenken an den Wandsbeker Bothen  nicht nur eine Rose niederzulegen, sondern - auf Anregung unserer Mitglieder RA Michael Pommerening und Pastor Richard Hölck - auch einen Rosenstock der Sorte "Rebecca" zu pflanzen.

Ausstellung  zum  Jubiläumsjahr

Die Ausstellung "Der ‚Wandsbecker Bothe': Claudius, Klopstock & Konsorten"
war vom 5. Mai bis 15. August 2015 in der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg-Wandsbek zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung und den Begleitveranstaltungen finden Sie auf dem Flyer.

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der grosse Claudius-festakt

fand am  Sonnabend, den 12. September 2015 um 12.00 Uhr in der Christuskirche Hamburg-Wandsbek statt.

Zu Ehren des bekannten Dichters sprach Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz. Ebenfalls dabei waren der Wandsbeker Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, die Vorsitzende der Claudius-Gesellschaft e. V., Erle Bessert, und der Wandsbeker Autor RA Michael Pommerening. Prominenter Gast war der Pop-Sänger und Musiker Michy Reincke, der sein Abitur am Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek ablegte. Er trug Gedichte und Texte von Matthias Claudius vor, während der Kirchenkantor der Christuskirche, Gerd Jordan, gemeinsam mit weiteren Musikern für den kammer-musikalischen Rahmen mit vertonten Claudius-Texten, unter anderem von Franz Schubert, sorgte.

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seelenverwandte: philippe Otto runge und Matthias Claudius.  Ein Abend mit Kunst-Musik-Literatur

(Donnerstag, 1. Oktober 2015 um 19.00 Uhr in der Hamburger Kunsthalle)

„Was verbindet den romantischen Maler der Hülsenbeckschen Kinder  Philipp Otto Runge mit dem Lyriker und Journalisten Matthias Claudius, dessen bekanntestes Werk Der Mond ist aufgegangen  selbst Kinder kennen?
Beide lebten zeitweise in Hamburg und verkehrten in denselben Künstlerkreisen der Stadt, in denen neben Literatur und bildender Kunst auch Musik eine große Bedeutung hatte. Sogar von einer Seelenverwandtschaft der beiden Künstler spricht Martin Geck in seiner aktuellen Claudius-Biographie. 
Neben einer Führung zu Runges Werken diskutierte Prof. Dr. Hubertus Gaßner mit dem Kurator des 19.  Jahrhunderts, Dr. Markus Bertsch, über Runge und Claudius. Es moderierte Dr. Stefan Brandt. 
Musikalisch gestaltet wurde der Abend von dem bekannten Liedinterpreten Knut Schoch (Tenor) und Henning Lucius (Klavier) mit Werken von Zeitgenossen wie Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Christian Friedrich Daniel Schubart, Carl Loewe, Johann Abraham Peter Schulz u. a.
Veranstalter Kunsthalle Hamburg in Zusammenarbeit mit der Philipp Otto Runge Stiftung

notwendige Berichtigung  der Legende vom braven Mann - Arno Schmidt und Matthias Claudius

Der Vortrag von Prof. Dr. Lutz Hagestedt, Universität Rostock  fand am Montag, den 9. November 2015, um 19.00 Uhr, im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Claudius-Gesellschaft im Gemeindehaus der Christuskirche Hamburg-Wandsbek (Schlossstr. 78 in 22041 Hamburg) statt.

In der Kunst, ebenso wie in der Literatur, entwickelt sich „Wesentliches mitunter vom Rande her“. Arno Schmidt hat sich nicht eingehend zu Claudius geäußert, selten auf ihn angespielt. Kaum ist bekannt, was Schmidt von Matthias Claudius gelesen haben könnte – das Rheinweinlied wird erwähnt, das Abendlied, aber sonst? Der Vortrag postuliert, dass Matthias Claudius in Schmidts Werk zu den Auctores minores gehört, auf die ein interessierter Seitenblick fällt. Er wird damit anders (geringer) gewichtet, als es seiner Stellung im 18. Jahrhundert zukäme. Zugleich wird die These verfochten, dass Schmidt einerseits mit Stereotypen des Claudius-Bildes der fünfziger Jahre arbeitet, dass er gleichwohl aber spannend-federnd differenziert und dadurch Schätzenswertes an Claudius entdeckt.Prof. Dr. Lutz Hagestedt (Universität Rostock) ist langjähriges Mitglied der Claudius-Gesellschaft. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich der Neueren und neuesten deutschen Literatur (von 1750 bis zur Gegenwart). Neben der Belletristik in historischer und systematischer Perspektive interessieren ihn die pragmatischen Aspekte der Literatur und Literaturvermittlung: Buchhandels- und Verlagsgeschichte, Literaturkritik, Literarisches Leben. 

Matthias Claudius – in Musik gesetzt - Zur Wirkungsgeschichte seiner Lyrik in Vertonungen

Vortrag von Dr. phil. Reinhard Görisch, ehem. Vorsitzender der Claudius-Gesellschaft e. V. (Dienstag, den 10. November 2015, 20.00 Uhr in der Evangelischen Akademie Wandsbek, Gemeindehaus, Schlossstr. 78 in 22041 Hamburg)

Viele Gedichte von Matthias Claudius signalisieren schon im Titel, dass sie nicht nur gelesen, sondern gesungen sein möchten, allen voran das „Abendlied: Der Mond ist aufgegangen“ mit der kongenialen Melodie von J. A. P. Schulz. Dieses Lied ist aber mehr als 75mal vertont worden! Und seit 1772 bis in die jüngste Gegenwart sind ca. 1.300 Vertonungen zu ca. 120 Claudius-Texten nachweisbar, die auf ihre Weise Gedichte des Autors vermitteln und interpretieren. Der Vortrag ging insbesondere auf wirkungsgeschichtliche Aspekte ein, daneben wurden etliche Musikbeispiele vorgestellt.

boten der Poetik - eine Begegnung in hamburg

Lieder von Gustav Mahler und Othmar Schoeck´s "Wandsbeker Liederbuch" nach Matthias Claudius (Sonntag, 6. Dezember 2015, 16.00 Uhr, im Lichtwarksaal, Neanderstr. 22 in 20459 Hamburg)
mit Britta Glaser (Mezzosopran) und Matthias Veit (Klavier / Rezitation)

Kurzvorträge von Prof. Dr. Laurenz Lütteken, Vorstand Musikwissenschaftliches Institut Zürich,
und
Erle Bessert M. A., Vorsitzende Claudius-Gesellschaft e.V.

Eine Kooperation mit der Gustav Mahler Vereinigung e. V. Hamburg